Nachdem wir letzte Woche offiziell und standesamtlich geheiratet hatten und des Feierns natürlich noch lange nicht überdrüssig waren ging es nach kurzer Pause gleich fröhlich weiter. Am Dienstag früh fuhren wir mit Sack und Pack nach Nord-Osten, nach Sontra, um dort unsere mittelalterliche Hochzeit zu feiern und zusammen mit den Dorrenbergern einen Mittelaltermarkt zu veranstalten. Vieles war von unserem “Wedding-Planner” Anne bereits organisiert, aber es gab natürlich trotzdem noch einiges an Arbeit zu erledigen.
Vorbereitungen und allerlei Unfug

Brautpaar
Aber wir waren ja nicht alleine. Holger und Anne waren schon seit Montag dort und auch Herr Gawan und “Tornado” René hatten sich bereits eingefunden.
So verbrachten wir die ersten beiden Tage mit viel Arbeit und ebensoviel Feierei am Abend. Zum Glück bewahrheitete sich der insgesamt schlechte Wetterbericht nicht und bis auf ein kleines, kurzes Gewitter am Dienstag Abend blieben wir weitestgehend trocken.
Am Donnerstag (Vatertag) machten wir Jungs in vollem Kampfgerödel dann eine “Pilgerfahrt” auf die etwa 7 Km entfernte Boyneburgk. Steil bergauf bei ziemlich schwülem Wetter *ächz*. Oben angekommen waren wir eine echte Touristenattraktion:
“Boah…das schaut aber ziemlich warm und schwer aus, was Ihr da tragt…aber Ihr seid ja auch nicht hier raufgelaufen.”
waren typische Kommentare.
“Doch, sind wir, warum?” “Oh, Ihr seid also komplett verrückt, aber Respekt!”
Ein paar Bierchen später ging es an den Abstieg, der zum Glück wesentlich schneller ging, als der Aufstieg.
In der Nacht, so gegen 23:00 kamen wir dann auf die bekloppte Idee, unseren Herrn Ariweyet von seinem Posaunenchor-Treffen auf dem Hohen Meißner zu entführen. So wurde schnell die “FFC-Special-Forces” zusammengestellt. Alle Mann (und Frau) in Herrn Aleks Transporter, 20 Km über die Landstraßen geprescht und in einer beispiellosen, militärischen Aktion (die ca. 20 Sekunden !!! dauerte) Herrn Ari mit “Waffengewalt” dem Posaunenchor “entrissen”.
Da wir ja keine Unmenschen sind, haben wir ihn dann auch wieder zurückgebracht – und gegen zwei Kästen Bier wieder freigegben – man muss Prioritäten setzen
Auf der Rückfahrt kamen wir dann noch in eine “fiktive” Polizeikontrolle:”ASYYYYL”.
Am Freitag war großer Anreisetag. Der Plan füllte sich zusehens mit Menschen und Zelten. Am Aben gab es vom Brautpaar spendierte lokale Spezialitäten (Grillwürste…auch Pferdepimmel genannt).
Der große Tag
Der Samstag begann recht beschaulich. Noch ein paar Vorbereitungen hier, etwas Harfenspiel im Kräutergarten und allgemeinem “Extreme-Relaxing” bei sonnigem, sehr warmen Wetter. Um 16:00 Uhr war es dann soweit. Die Hochzeitsprozession begab sich in einen kleinen Hain zur Zeremonie. Im Schatten von Eichen, Eschen und vielen anderen Bäumen zelebrierten Zeremonienmeister Guido und seine “Assistentin” Marietta eine wundervolle Hochzeitszeremonie, ganz im Sinne der Naturgeister und -Wesen – das lies wohl niemanden kalt.
Nach der Zeremonie ging es zum Medeempfang – Mede ist quasi für Met (Honigwein) was Federweisser für Wein ist – sehr lecker
Natürlich kamen wir nicht um die üblichen Spielchen herum, die ein Hochzeitspaar so absolvieren muss, aber ich denke, wir haben es ganz gut gemeistern.
Anschließend ging es zum großen Bankett, bei dem sich ein jeder den Ranzen stopfen und das leckere Essen mit reichlich Bier und Wein runterspühlen konnte. Danach spielten “Musica Vulgaris” zum Tanze auf…und was haben wir getanzt…der Lump am Stecken ist ein fauler Sack dagegen
Mittelaltermarkt auf dem Dorrenberger Hof
Am ebenfalls trefflich sonnigen, sommerlichen Sonntag stand der Mittelaltermarkt auf dem Dorrenberger Gesindehof an. Und trotz einige “Konkurenzveranstaltungen” im Umland kamen etwa 1.000 Gäste um das Mittelalter zu erleben. Es gab ja auch einiges zu sehen. neben diversem Handwerk und Kampfvorführungen war sicherlich das Blidenschießen (riesige mittelalterliche Schleuderkatapulte von über sechs Metern höhe) ein Höhepunkt. Aber auch für Kehle und Gaumen war ausreichend gesorgt. und so wurde der Tag zu einem vollen Erfolg.
Den Abend ließen wir dann noch anständig mit Restesaufen ausklingen (es waren noch reichlich “Reste” vorhanden
). Am Montag Nachmittag ging es dann wieder gen Heimat und ins “reale Leben”. jetzt müssen wir uns erst mal wieder aklimatisieren und in der “modernen Welt” einfinden. Aber zum Glück sind es ja nur knapp drei Wochen bis zum nächsten großen Mittelalter-Event in Herzberg. 10 Tage Mittelalter…herrlich! Das wird wieder gaaaaaanz großes Tennis
Mal sehen, ob wir das mit dem Wochenrückblick weiterführen. Aber auch wenn nicht, werden wir auch weiterhin regelmäßig/unregelmäßig an dieser Stelle weiterschreiben…also bleibt dran!
Hier auch nur eine erste Auswahl einige Bilder. Demnächst folgen hier noch ausführliche Bildergalerien.
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28. Mai 2009 um 23:57 Uhr
Ach, ich könnte hier so viel kommentieren, ich versuche mich allerdings kurz zu fassen:
Ein ganz spezieller Dank gilt hier unserer Wedding-Plannerin ANNE! DANKE, von ganzem Herzen! Für die ganze Vorbereitung, Organisation, gute Laune, Motivation, Dabeisein, Spaß… Dein Frohsinn und Enthusiasmus steckt einfach alle an!
Nicht minderer Dank gilt allen Dorrenbergern, die sich für unser Fest eingesetzt und ihre Freizeit geopfert haben! Ihr seit einfach grosse Klasse! Es ist mir immer wieder eine Ehre mit euch zu feiern!
Ein ganz besonderer Dank geht an Guido und Marietta, welche uns in einer wunderschönen Zeremonie vor den Göttern, den Kräften der Natur und unseren Ahnen zusammengeführt haben! Das von Euch mit Sternen, guten Wünschen und unserem Eheversprechen ‘gewobene’ Band wird uns immer und (fast) überall hin begleiten… unser Stein hoffentlich ‘Beltaine’ auch! DANKE für diese berührende Zeremonie!
And the Oscar goes to….
EUCH ALLEN!!!
Es war ein wunderbares Fest und uns eine Ehre es mit Euch allen zu begehen!
29. Mai 2009 um 8:29 Uhr
Ach Ihr Lieben, scheeee wars und es war toll dabei gewesen zu sein.
Eigentlich bin ich ja ein aktiver Christenmensch, auch wenn ihr mir das mit Entführungen und Bestechungen austreiben wolltet, aaaber die Zeremonie von Guido und Marietta hat mich dennoch sehr angenehm berührt und auch dank dafür, das erleben zu dürfen.
Vielen Dank Euch für Eure Unterstützung zum Hoffest. Auch das war wieder großartig gelungen und die Besucherzahlen für unsere kleine Veranstaltung sprechen auch für sich.
Sehr schöne Bilder übrigens!
Vielen Dank Euer Gast und Gastgeber sein zu dürfen!
Bis in drei Wochen, Euer Ari.
29. Mai 2009 um 8:53 Uhr
Mein Dienstherr,
die Schreibverfehlung Eures Namens habe ich unverzüglich korrigiert
Ergebenst
Gaewfric
29. Mai 2009 um 18:58 Uhr
Liebe Hela, lieber Gaewfric,
nach einem solchen Hochzeitsfest und den unvergesslichen Stunden und Tagen auf dem Dorrebergergesindehof, bleibt Euch beiden nur zu wünschen, dass Euch die Götter auf allen Wegen und Stegen immer beschützen mögen.
Auf Eure gemeinsame Zukunft – auf Euer gemeinsames Leben!!!
Euer musikus heinrich