Perfect Couple

Jahresrückblick 2011

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Mannomann, sind wir faul geworden. Mittlerweile schreiben wir nur noch Jahresrückblicke. Naja ganz so dramatisch ist es zwar noch nicht, aber weit sind wir davon nicht mehr entfernt. Obwohl, im Grunde ist das ja gar nicht so dumm, weil man aus der Distanz oft einen anderen Blick auf die Dinge hat. Nun will ich aber mal nicht philosiphisch werden und das vergangene, ziemlich spektakuläre Jahr einmal revue passieren lassen…im Grunde lässt es sich auf zwei wesentliche Eckpunkte eindampfen.

Von Lohn und Brot zum eigenen Herrn

Begonnen hat das Jahr damit, dass ich mich im Januar endlich selbständig gemacht habe. 10 Jahre bei Schwacke waren mehr als genug und ich wollte es noch mal wagen. Wenn nicht jetzt, dann vermutlich nie. Und warum auch nicht. Es war ja nicht gerade der Sprung ins eiskalte, sondern eher ins recht lauwarme Wasser. Schließlich hatte ich bereits ganz gut vorgearbeitet und mir einen gewissen Stand geschaffen. Ein Gründungszuschuss von der Arbeitsagentur sollte die ersten Monate zusätzlich entspannen.

Es gibt nicht viel zu sagen, außer: Es lief gut. Sehr gut sogar. Nach nun fast einem Jahr bin ich sehr zufrieden. Nächstes Jahr gilt es einige Prozesse zu optimieren und Feintuning zu betrieben.

Von trauter Zweisamkeit ins Dreierchaos

Kaum hatte das Abenteuer der Selbständigkeit begonnen, stellten wir auch schon fest, dass Hela schwanger war. Ok. Das Jahr hatte offenbar das Potential eins der spannendsten seit langem zu werden. Also verbrachten wir einige Zeit damit, uns mit dem Thema Kinder in allen seinen Facetten auseinanderzusetzen und Hela dabei zuzuschauen, wie aus einem kleinen Bäuchlein eine veritable Kugel wurde, auf der man ein Weinglas abstellen konnte (das ist keine Übertreibung und es war natürlich mein Weinglas).

Stapelweise Bücher haben wir gelesen oder zumindest mal durchgeblättert. Geburtsvorbereitungskurse haben wir besucht und immer wieder fasziniert auf die Bewegungen im Bauch geschaut. Ich glaube darüber muss und werde ich mal irgendwann ein Buch schreiben. Übrigens: Das Gerücht, dass Frauen in der Schwangerschaft etwas…seltsam…werden. Das stimmt! Aber ich hatte Glück. Hela war nur manchmal und auch nur ein Bisschen seltsam. Von echt schrägen Sachen wurde ich verschont.

Im September war es dann soweit: Am Donnerstag den 29.09. um 11:10 Uhr kam unsere Tochter Laila Elisabeth kerngesund und vollständig auf die Welt. Etwas anders als geplant, aber an Planänderungen sollten wir uns wohl gleich schon mal gewöhnen.

Die folgenden Wochen waren durchaus als turbulent zu bezeichnen. Es lässt sich im Grunde sehr einfach beschreiben: Nicht ist mehr wie es war. Gar nichts. Wobei…wir hatten schon eine gehörige Portion Glück, wenn man es denn so nennen will. Von Anfang an war und ist unsere Kleine Nachts ein sehr friedliches Kind. Schlaflose Nächte mussten wir bisher nicht durchmachen (toi, toi, toi…und hier ist nicht der Sanitärdienstleister gemeint).

So langsam hat sich das Leben wieder halbwegs eingependelt. Natürlich ist immer noch alles anders, aber daran haben wir uns ja mittlerweile gewöhnt und somit ist anders gar nicht mehr so anders…oder so.

Den Jahresabschluss haben wir dann relativ entspannt verbracht. Ich habe mein Büro für die letzten zwei Wochen des Jahres geschlossen. Weihnachten haben wir traditionell mit der Familie gefeiert – Vier Generationen…das ist schon was.

Und sonst so?

Natürlich gab es noch eine Menge anderer Begebenheiten, aber die gehen im Schatten der beiden großen Ereignisse fast unter. Das Jahr war auch ein Jahr der Renovierungen. Anfang des Jahres haben wir unseren Balkon renovieren oder besser sanieren lassen. Wir haben natürlich unser Ankleidezimmer zum Kinderzimmer umgebaut und unsere ehemalige Rumpelkammer wurde mein Büro. Außerdem waren wir zum Hochzeitstag in Wien und haben die Verwandschaft in Basel besucht.

Mittelalter-technisch waren wir unter anderem in Holland und – sehr beeindruckend – in der Normandie. Und unsere Haltung zu Lebensmitteln, Kleidung und anderen Dingen hat sich nochmals etwas “radikalisiert” und wir kaufen nun fast nur noch auf dem Bio-Bauernhof ein. Man kann zwar nicht in jeder Situation ein “guter Mensch” sein, aber man kann es zumindest versuchen.

So und nun ist es vorbei, dieses aufregende, spannende, neue und zukunftsweisende Jahr 2011. Wir haben für die nächsten ca. 20 Jahre eine Daueraufgabe, die uns auf Trab halten wird. Jetzt freuen wir uns erst mal auf 2012. Wir sind zuversichtlich, dass auch das wieder aufregend, spannend und neu werden wird…

Guten Rutsch!

Ein Kommentar

  1. Nah, Ihr lieben Drei, dass ist ein wirklich spannender Jahresrückblick! Ich war ganz brav
    daheim in der Silvesternacht und hab mir mit einer Flasche Sekt am Fenster die Knallerei mit großartigen Feuerwerken angeschaut, gehört. Das ganze natürlich mit Glas (nicht direkt aus
    der Flesch) und ups……war´s dann schon vorbei. -Hier glüht der Himmel grade ein feuriges
    Licht ins neue Jahr nachdem der Tag eher grau war.
    Nun wünsche ich Euch noch einen gemütlichen ausklang des Neujahrstages!
    Bitte grüßt mir Monika und Opa sehr, ich komme zu nichts, muss ständig arbeiten.

    Viele, viele, viele Bussis verteile ich in liebevollen Gedanken an Euch! B.-Mama

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